Katholische Kirche und württembergische Schulpolitik in der NS-Zeit

Vortrag mit Jahresversammlung
Samstag, 24. Oktober 2020, 14:30 bis 16:30
Stuttgart-Hohenheim, Kirche St. Antonius, Paracelsusstr. 87
Begrüßung:
Prof. Dr. Dietmar Schiersner (Weingarten/Krumbach), Erster Stv. Vorsitzender
Vortrag:
Prof. Dr. Dominik Burkard (Würzburg).
"Fakten und Fiktionen. Kultminister Christian Mergenthaler und die württembergische Schulpolitik in den Jahren 1933-1945".
Die Schulen sollten nach dem Willen der Nationalsozialisten Mergenthaler zu bevorzugten Pflanzstätten einer weltanschaulichen Neuausrichtung des deutschen Volkes werden. 
In Württemberg übernahm 1933 der einstige Leonberger Oberlehrer Mergenthaler diese Aufgabe, baute das württembergische Schulsystem im Sinne des Machterwerbs und Machterhalts nicht nur um, sondern setzte auch die NS-Ideologie rücksichtslos durch. Dabei geriet er in heftigen Konflikt mit den Kirchen. 1948 wurde Mergenthaler zwar als „Hauptschuldiger“ verurteilt, zeigte aber keinerlei Einsicht und stritt jede Verantwortung vehement ab. Der Vortrag fragt vor dem Hintergrund historiographischer Rekonstruktion nach der Plausibilität memorialer Konstruktionen.
Anschließend findet die Jahresversammlung des Geschichtsvereins statt, die -  wie in jedem fünften Jahr - die Wahlen zum Vorstand einschließt.

Die Einladungen gehen den Mitgliedern per Post zu.
Anmeldung an info@gv-drs.de
Veranstaltungsort: Kirche St. Antonius, Paracelsusstraße 87, 70599 Stuttgart