Studientagung in Weingarten, 14. bis 16. September 2023.

Tagungsinitiative: Prof. Dr. Dominik Burkard, Würzburg

Diese Fragen beschäftigen nicht nur die Leitungsebenen der Kirche und des Staates, sondern viele (Kirchen-)Steuerzahlende: Wie finanziert sich eine Kirche, die mit vielen Tausend Pfarrgemeinden in die Fläche gebaut ist und sich zugleich auf vielen verschiedenen gesellschaftlichen Feldern engagiert? Die an die Kirchenmitgliedschaft gebundene Kirchensteuer ist nur eine der tragenden Säulen der Kirchenfinanzierung in Deutschland. Eine zweite sind die Staatsleistungen, deren Ablösung derzeit von der Politik unter Verweis auf die Weimarer Reichsverfassung in den Fokus gerückt wird. Doch erst der geschärfte Blick in die Vergangenheit macht deutlich, wie komplex und vielfältig sich die Finanzierung kirchlicher Grundvollzüge und gesellschaftlichen Engagements schon immer gestaltete, und wie eng die heutige Kirchenfinanzierung mit der geschichtlichen Entwicklung von Jahrhunderten verflochten ist.
Eine Kooperation des Geschichtsvereins und der Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart

Inhalte:
Die Ausgangslage: Kirchenfinanzen in der Vormoderne
Super-Transformation: Der große Wums 1803, die Säkularisation
Wahnsinns-Wandel: Ohne Moos im 19. Jahrhundert?
Und dann: Nix los  im 20. Jahrhundert? Finanzierungsmodelle und Finanzierungsprobleme
Neue Ideen: Werkstattberichte aktuell

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